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  • Vollversammlung 2021

    Führungswechsel im Landesverband

    Die Vollversammlung der Schaf- und Ziegenzüchter stand heuer ganz im Zeichen des Obmannwechsels.

     

    Der Salzburger Landesverband der Schaf- und Ziegenzüchter hat seine Mitglieder zur Vollversammlung in die Landwirtschaftliche Fachschule Bruck eingeladen, wo sie mit köstlichen Lamm- und Kitzburgern gestärkt wurden. Auch wenn die Neuwahl des Obmanns erst als Punkt 4 auf der Tagesordnung stand, war sie doch das beherrschende Thema des Abends. 

    Zu Beginn wurde der Tätigkeitsbericht mit erfolgreichen Zahlen im Bereich Zucht und Vermarktung präsentiert. Tierzuchtdirektor Bruno Deutinger betonte, die Entwicklung des Verbandes sei hervorragend, und dankte dem Team für die gute Arbeit. Obmann Jakob Pirchner wies zufrieden darauf hin, dass sich die Anzahl der Mitglieder der Tausender-Zahl nähere, konkret liegt der Stand aktuell bei 979 Personen. Er berichtete auch, dass die Versteigerungen im Jahr 2021 zufriedenstellend verlaufen seien. 

    Emotional schilderte der Rauriser die Wolfproblematik, die im Sommer auch sein Gebiet betroffen hat. „Ich habe zwei Drittel meiner Zuchtschafe verloren, meinen Nachbarn hat es noch schlimmer erwischt, das ist ein Wahnsinn.“ Er bedankte sich ausdrücklich für die rasche Unterstützung durch die Landwirtschaftskammer und Landesrat Josef Schwaiger. Präsident Rupert Quehenberger bezog in seinen Grußworten ebenfalls zu diesem Thema Stellung und meinte, es müsse gelingen, bei der Bevölkerung mehr Verständnis für die Bauern zu erreichen. „Es gilt, positive Stimmung für die Weidewirtschaft zu machen. Es ist wichtig, die breite Bevölkerung mit ins Boot zu holen und auf die Gefahren bei der Rückkehr des Raubtieres hinzuweisen“, so Quehenberger. Positiv vermerkt wurden von den Betroffenen die SMS-Warnungen bei einem Wolfsverdacht.   

    Danach wurde Johann Langreiter, Pichlbauer aus Rauris, zum neuen Obmann gewählt,  der sich für das Vertrauen bedankte. Mit seinem Vorgänger habe er stets gut zusammengearbeitet. „Er hat es in dieser Funktion oft nicht leicht gehabt und darf stolz auf seine Leistungen sein“, so Langreiter, der seit 40 Jahren Schafe züchtet. „Als ich mit den Schwarznasen angefangen habe, wurde ich belächelt, das hat sich inzwischen geändert. Wir verarbeiten unsere Wolle und verkaufen sie im Hofladen.“

     

    Vergelt‘s Gott an den Obmann außer Dienst

    Ein Abschied mit viel Wehmut und Dankbarkeit

     

    Die Rührung war nicht nur Jakob „Jog“ Pirchner, sondern auch seinem Team anzusehen. Nach 25 Jahren brauche es jetzt einen frischen Wind, erklärte der Hohnerbauer aus Rauris. Seit 1978 war er Mitglied des Verbands der Schaf- und Ziegenzüchter und seit 1997 war er als Obmann tätig. 

    Für seine herausragenden Leistungen in dieser langen Zeit wurde er vom Verband zum Ehrenobmann gewählt, die Salzburger Landwirtschaftskammer verlieh ihm das Ehrenzeichen in Silber. 

    „Der Jog hat ein besonderes Geschick mit Menschen bewiesen, darum ist ihm auch die reibungslose Zusammenführung der Schaf- und Ziegenzucht gelungen“, so Präsident Rupert Quehenberger in seiner Würdigung des langjährigen Obmanns. Er habe sich auch als Erster für Qualitätsfleisch eingesetzt und sich um die Vermarktung bemüht. 

    Die Einführung der einheitlichen Tierkennzeichnung und die Anmeldung eines Gewerbes sind ebenfalls dem unermüdlichen Wirken des leidenschaftlichen Züchters zu verdanken. 

    Die Eröffnung des Sortierstalls in Kuchl ist ebenso der Verdienst von Jakob Pirchner wie dessen Übersiedelung ins neue Vermarktungszentrum Bergheim. Auch um die Einführung der Arbeitskreise und die Übernahmestellen für Lämmer hat sich der Obmann bemüht. Die Anerkennung als GenussRegion Tennengauer Berglamm und Pinzgauer Kitz fiel auch in seine Amtszeit.

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